Ehrgeiz kennt keine Grenzen

Überraschende Lieferung durch den Warp

Ein Pyrrhussieg für die Entdecker

Da Lord-Kapitän Gideon Darkholme die sofortige Rückkehr auf die Zorn des Imperators angeordnet hat, wartet bereits eine startbereite Walküre, auf dem improvisierten Flugplatz vor dem Kommandoposten. Diese soll alle Entdecker so schnell wie möglich nach Damaris-Stadt bringen. Da die Luftabwehr der Orks ausgeschaltet wurde, kann die Strecke nun wieder mit Walküren zurückgelegt werden, anstatt wie zuvor beschwerlich mit einer Chimäre. Alle Entdecker sind froh das die Reise nun etwas komfortabler und sehr viel schneller von statten geht. Eines hatte Macharius in seiner Zeit bei der Imperialen Armee gelernt, schnelle Truppenverlegungen können ein entscheidender Faktor in einem Krieg sein. Er war froh darüber, dass sie sich nicht mit einer Chimäre fortbewegten, denn es war Nacht und es schneite stark. Kein Wetter bei dem man sich mit einem Transportpanzer über improvisierte Wege quälen wollte.

Es dauerte nicht lange, da kam Damaris-Stadt in Sichtweite. Macharius war, wie schon häufiger seit er auf Damaris war, beeindruckt wie gut die Stadt auf einen Krieg vorbereitet war. Der Himmel wurde von einer Vielzahl von Suchscheinwerfern erleuchtet und auch die Peripherie am Boden wurde kontinuierlich mit Scheinwerfern abgesucht. Es bestand kein Zweifel daran, dass die planetaren Verteidigungsstreitkräfte bestens auf einen möglichen Angriff vorbereitet waren. Macharius hatte wahrlich schon wesentlich schlechter vorbereitete Planeten gesehen. Beim Überflug über die Mauer konnte er viel Betriebsamkeit sehen. Ihm fiel ein Sergeant auf, der wohl die Männer einer Geschützmannschaft anschrie und dabei wild gestikulierte. Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, wusste er doch aus eigener Erfahrung wie schwer es war Soldaten bei einer Nachtwache konzentriert zu halten.

Als sie im Raumhafen der Stadt landeten herrschte dort viel Aktivität. Es wurden eilig Kisten verladen und überall waren Soldaten der planetaren Verteidigungsstreitkräfte. Aber selbst in diesem durcheinander war es für Gideon Darkholme kein Problem seinen persönlichen Aquila-Lander zu finden. Es hat wohl seine Vorteile wenn man auf einer Makropolwelt aufgewachsen ist, dachte sich Macharius. Der Aquila-Lander stand auf einer Landeplattform in der Nähe. Die Plattform wurde von der Ehrengarde des Hauses Darkholme abgeriegelt. Macharius freute es zu sehen, das auch in seiner Abwesenheit alle seine Anweisungen genauestens befolgt wurden. Der Leutnant des Trupps salutierte vor ihm und Gideon Darkholme und begrüßte letzteren, seinem Rang entsprechend, noch einmal gesondert. Er berichtete, dass alles für eine sofortige Rückkehr auf die Zorn des Imperators vorbereitet wurde. Gideon Darkholme zeigte sich zufrieden und befahl die sofortige Rückkehr zur Zorn des Imperators.

Während des Starts erhielten wir die Nachricht, dass ein Offizier des Bollwerkes mit Gideon Darkholme Kontakt aufnehmen wollte. Gideon Darkholme ließ den Offizier in den Passagierraum seines Aquila-Landers durchstellen. Der Offizier stellte sich selbst als Flottenkadett Alberich vor. Er berichtete, dass Kommandant Reynolds ihn als Verbindungsoffizier für Gideon Darkholme eingesetzt hat. Gideon Darkholme möchte einen aktuellen Lagebericht. Etwas unsicher teilt ihm Flottenkadett Alberich mit, dass sie kein genaues Bild der Lage haben. Alles was er weiß ist, dass sich etwas Großes durch den Warp nähert. Nach den Vorhersagen der zuständigen Navigationsoffiziere soll das Objekt so nah am Planeten austreten, dass es beim Austritt bereits in die Atmosphäre des Planeten eintritt. Er weist daraufhin, dass so ein Manöver gegen alle imperialen Vorschriften und gegen den gesunden Menschenverstand ist. Gideon Darkholme flüstert leise: „Der Warp ist also doch nicht so unberechenbar wie immer alle behaupten.“ Er fragt ob die Astrophaten der Station nähere Informationen haben. Alberich berichtet daraufhin, dass die Astrophaten keine Daten geliefert haben die weiterhelfen würde. Einer von ihnen ist bereits verstorben, die anderen sind alle nicht einsatzfähig. Im Hintergrund kann man einen Tumult vernehmen. Es scheint so, als gebe es eine rege Betriebsamkeit auf der Brücke des Bollwerkes. Er berichtet weiterhin, dass Kommandant Reynolds die verfügbaren Schiffe in eine enge Ringverteidigung um das Bollwerk befohlen hat. Er hofft so überlappende Feuerkorridore zu schaffen, um das Objekt von mehreren Seiten beschießen zu können, sobald es in den Realraum eintritt. Der Flottenkadett teilt Gideon Darkholme die vorgesehene Position der Zorn des Imperators mit und fragt ihn, ob er mit diesem Plan einverstanden ist. Gideon Darkholme stimmt dem Plan zu und schließt den Kommunikationskanal.

Auf Befehl von Gideon Darkholme führt Lok einen verschnellerten Anflug auf die Zorn des Imperators durch. Entgegen den Standardprotokollen möchte Gideon Darkholme an einer Schleuse in der Nähe der Brücke andocken und nicht wie üblich im Hangar des Schiffes. Hinter der Schleuse wird Gideon Darkholme von einer Abteilung der Ehrengarde begrüßt. Sie bringen ihn auf schnellstem Wege zur Brücke. Als sich das schwere Panzerschott zur Brücke geöffnet hat und Gideon Darkholme auf der anderen Seite zu sehen ist, dreht sich der befehlshabende Brückenoffizier zur Tür, salutiert und ruft „Achtung! Lord-Kapitän an Deck!“. Sofort erheben sich alle Anwesenden auf der Brücke und salutieren. Gideon Darkholme erwidert den Salut und begibt sich schnellstmöglich auf seinen Kapitänsthron. Macharius geht an den Taktiktisch der Brücke, um sich über den Fortgang der Bodenoperationen zu informieren. Gant nimmt eine Position in der Nähe des Kapitänsthrons ein. Lok nimmt seinen Platz an der Hauptgeschützkonsole ein und beginnt sofort mit der Ausrichtung und Kalibrierung der Hauptgeschützbatterien.

Gideon Darkholme möchte von Tabitha von Lagos wissen, ob sie nähere Informationen über das Objekt hat, das sich durch den Warp nähert. Sie bestätigt ihm, dass sich etwas Großes durch den Warp nähert. Sie zeigt ihm zwei spielkartenähnliche Objekte. An seinem Gesichtsausdruck lässt sich ablesen, dass er mit diesen nichts anzufangen weiß. Was an den Karten allerdings auffällt ist, dass sich die Bilder auf den Karten verändern. Diese Tatsache macht allen, die die Karte sehen, klar, dass es sich bei ihnen wahrscheinlich um sehr wertvolle Artefakte handeln muss. Sie erklärt ihm, dass es sich dabei um zwei Karten des Tarots des Imperators handelt. Sie sagt weiterhin, dass die beiden Karten widersprüchlich sind. Die eine könnte als Vorwarnung vor einem weiteren Angriff der Orks interpretiert werden, während die andere einen Angriff von dunklen Mächten aus dem Warp vorhersagt. Gideon Darkholme fragt sie ob es möglich ist, dass die Orks Dämonenverbündete gefunden haben. Als er das Wort Dämon ausspricht kann Macharius beobachten, wie einige Mitglieder der Brückenmannschaft das Zeichen des Aquila vor der Brust machen und irgendetwas vor sich hin murmeln. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Schutzpsalmen an den Imperator. Tabitha von Lagos sagt ihm, dass sie bei dieser Frage überfragt ist, weist aber darauf hin, dass die dunklen Mächte unberechenbar sind.

Plötzlich öffnet sich unvermittelt das schwere Panzerschott der Brücke und eine junge Frau in einem auffälligen Kleid betritt die Brücke. Ihr folgen zwei Mitglieder der Ehrengarde. Es besteht kein Zweifel, dass es sich bei der Frau um Lucretia Darkholme handeln muss. Kein anderes weibliches Mannschaftsmitglied kann sich ein solches Kleid leisten und wird von zwei Mitgliedern der Ehrengarde begleitet. Sie stürzt in Gideon Darkholme Arme. Sie begrüßt ihren Gemahl und fragt ihn warum er sich nicht gemeldet habe. Gideon Darkholme antwortet ihr, dass er leider keine Zeit hatte sich zu melden, da ihn andere Pflichten beansprucht haben. (Man nennt diese Pflichten auch Freudenhäuser!) Sie möchte, dass er mit auf ihr gemeinsames Quartier kommt, um sich anzusehen, was sie dort, mit seinen Geschenken von Damaris, verändert hat. Gideon Darkholme antwortet ihr, dass er jetzt keine Zeit hat um sich das Quartier anzusehen. Sie macht ihm klar, dass sie in dem Fall auf der Brücke bleiben wird. Gideon Darkholme bietet ihr daraufhin an, auf der Brücke zu bleiben. Sie stimmt dem zu. Sie nimmt einen Platz hinter dem Kapitänsthron ein.

Die Kommunikationsoffiziere berichten, dass die anderen Kapitäne ihre Bereitschaft melden. Plötzlich geht völlig unvermittelt auf der gesamten Brücke das Licht aus, so dass die Brücke nur in das schwache Licht des fernen Sterns getaucht ist. Nach einigen Sekunden geht die Notbeleuchtung an. Die Brückenoffiziere melden einen Energieabfall in allen Systemen. Gideon Darkholme möchte, dass sofort eine Verbindung mit dem diensthabenden Offizier des Adeptus Mechanicus aufgebaut wird. Es meldet sich Uriel Jingst. (Gillam ist mal wieder „verschwunden“.) Er sagt, dass er den Energieabfall bestätigen kann und dass er und seine Adepten bereits an dem Problem arbeiten. Durch die großen Fenster der Brücke ist auf der Hülle des Schiffes flackerndes Elmsfeuer zu sehen. Es tänzelt wie von einem Wind getrieben über die Hülle des Schiffes. Auf dem nächsten Schiff, der Bestimmung des Schicksals, lässt sich mit bloßem Auge dasselbe Phänomen ausmachen. Macharius hat so etwas noch nie gesehen, kann seinen Blick aber nicht abwenden. Dieses „Feuer“ hat etwas Schönes an sich, aber auch etwas Beunruhigendes. Gant schlägt vor das Gellarfeld des Schiffes hochzufahren. Gideon Darkholme stimmt zu und gibt den entsprechenden Befehl. Der Brückenoffizier muss allerdings melden, dass das Gellarfeld nicht hochgefahren werden kann, da noch nicht ausreichend Energie zur Verfügung steht. Zwischen der Brücke und der Bestimmung des Schicksals verschwimmt die Sicht. Es hat den Anschein als würde sich der Raum an einer bestimmten Stelle krümmen und winden. Gant rät Gideon Darkholme die Schiffe zu verteilen. Er hält dies für eine gute Idee und weist seine Kommunikationsoffiziere an, Befehle an die anderen Schiffe zu schicken, dass diese sich verteilen sollen.

Als die Sicht wieder klar wird, sehen die Anwesenden auf der Brücke mit Entsetzen, dass sich der hintere Teil der Bestimmung des Schicksals in einen Ork Brokk’n verwandelt hat. Allen Anwesenden steht die Angst ins Gesicht geschrieben. Einige wirken starr vor Schreck. Lok zittert am ganzen Körper. Gant verlässt ohne ein Wort zu sagen die Brücke. Macharius bricht schreiend in seinem eigenen Erbrochenen zusammen. Gideon Darkholme sackt Ohnmächtig in seinem Kapitänsthron zusammen. Es herrscht eine gespenstische Stille auf der Brücke, diese wird nur durch die Schreie von Macharius unterbrochen. Keiner auf der Brücke scheint fähig zu handeln. Da sowohl der Kapitän als auch der Erste Offizier nicht in der Lage sind Befehle zu erteilen, tut sich auf der Brücke für ewig scheinende Sekunden nichts. Nach dieser gefühlten Ewigkeit ist die Stimme von Augustus Maximus, dem Hauptmann der Ehrengarde, zu hören. Er schreit Befehle an seine Ehrengardisten. Er befiehlt zwei von ihnen, Macharius auf die Krankenstation zu bringen, da er auf der Brücke nicht von Nutzen ist. Dem Rest der Anwesenden Gardisten gibt er den Befehl die Brücke abzuriegeln und Gideon Darkholme zu schützen. Er selbst begibt sich zum Kapitänsthron, um den Zustand von Gideon Darkholme zu überprüfen. Am Kapitänsthron hat sich mittlerweile Lucretia Darkholme eingefunden, um nach ihrem Mann zu sehen. Sie versucht verzweifelt ihn zu wecken. Als Goran Herod klar wird, dass durch den Ausfall des Kapitäns und des Ersten Offiziers er jetzt das Kommando über die Zorn des Imperators hat, wendet er sich sofort an den diensthabenden Brückenoffizier und fordert ihn auf die Funktionsfähigkeit der Brücke wieder herzustellen. Sofort bricht hektische Betriebsamkeit aus. Die Offiziere versuchen einen aktuellen Lagebericht zu erhalten, aber auf den Frequenzen die für die Kommunikation mit den anderen Schiffen vorgesehen waren, werden nur panische Notrufe der Bestimmung des Schicksals gesendet, die offenbar ihrer Antriebe beraubt von dem materialisierten Brokn davon treibt und dabei eine Spur aus Trümmern und Sauerstoff hinter sich her zieht. Die Sensormannschaft meldet, dass insgesamt sechs Ork Brokk’n aus dem Warp gefallen sind. Alle befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Schiffen der Verteidiger. Da es keine Informationen über den Status der anderen Schiffe gibt, bleibt Goran Herod nichts anderes übrig, als alleine gegen die Orks zu kämpfen. Lok hat sich derweil von seinem leichten Schock erholt und ist wieder einsatzbereit. Er ist bereits dabei die Geschütze der Zorn des Imperators neu auszurichten. Uriel Jingst meldet, dass die Energieversorgung wieder normal ist und alle Systeme zur Verfügung stehen. Noch bevor Goran Herod den Befehl zum Feuern geben konnte, entfesselt Lok bereits eine Salve aus den Geschützbatterien der Zorn des Imperators in einen der Ork Brokk’n. Von der Brücke aus ist zu beobachten, dass die Ork Brokk’n ein Sperrfeuer um sich herum legen. Es sieht so aus, als wollten sie sich dadurch dem Raumkampf entziehen und so schnell wie möglich auf dem Planeten landen. Für einen Menschen hat dieses Manöver allerdings das Aussehen eines unkontrollierten Taumelns und weniger eines kontrollierten Fluges.

Macharius ist auf der Krankenstation angekommen und wird als Notfall sofort behandelt. Die ihn begleitenden Ehrengardisten warten vor dem Schott zur Krankenstation, da Guerino Bruzzini immer noch keine Waffen auf der Krankenstation duldet. Guerino Bruzzini behandelt ihn mit Beruhigungsmitteln und Antibrechmitteln. Währenddessen ist die Brücke zu ihrem normalen Arbeitsrhythmus während eines Kampfes zurückgekehrt. Garbadock gelingt es, in Absprache mit Lok, die Zorn des Imperators genau so in Position zu bringen, dass Lok, immer wenn die Geschütze nachgeladen haben, eine weitere totbringende Salve auf die Ork Brokk’n schleudern kann. Es zeigt sich zum wiederholten Male, dass Garbadock ein meisterhafter Raumschiffsteuermann ist. Goran Herod versucht einen Funkkanal zum Bollwerk zu öffnen. Dieses Mal gelingt es ihm und er wird so gleich von einem totalen Chaos empfangen. Keines der Schiffe geht nach einer koordinierten Taktik vor. Alle kämpfen isoliert voneinander. Es werden Befehle von der Zorn des Imperators erwartet. Da Gideon Darkholme immer noch bewusstlos ist, übermittelt Goran Herod, nach einer Beratung mit den Offizieren auf der Brücke, die folgenden Befehle:

Bei ihrem Versuch sich der Zorn des Imperators zu nähern gerät die Sternenweber unter schweres Sperrfeuer von mehreren Ork Brokk’n. Sie meldet aber, dass die Schilde und die Panzerung halten. Die Ork Brokk’n haben nun ihre Triebwerke aktiviert und nähern sich schnell dem Planeten. Von der Brücke aus können alle Anwesenden beobachten, wie das Bollwerk das Feuer auf die Ork Brokk’n eröffnet. Eine gewaltige Salve gespeist aus Makrokanonen, Plasmawaffen und Lanzenwaffen schlägt den Ork Brokk’n entgegen.

Während Augustus Maximus und Lucretia Darkholme darüber streiten, wie man Gideon Darkholme am besten aufwecken könnte, erwacht dieser. Seine ersten Worte (§%$& Wacken?!?) sind kaum verständlich und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, versteht er sie selber kaum. Man kann ihm ansehen, dass es ihn seine volle Konzentration kostet, seine Worte verständlicher zu machen. Er möchte über die aktuelle Lage informiert werden. Goran Herod tut dies in aller Eile. Nach dem Goran Herod ihn informiert hat, übernimmt Gideon Darkholme wieder das Kommando über sein Schiff. Allerdings sind seine Worte immer noch schwer verständlich. Macharius wird weiterhin auf der Krankenstation behandelt. Gant ist nicht wieder auf der Brücke aufgetaucht. Sein Fehlen scheint aber auch niemanden zu stören. Dies mag aber auch daran liegen, dass alle Anwesenden auf der Brücke genug mit dem Raumkampf zu tun haben. Noch bevor Gideon Darkholme seinen ersten Befehl gesprochen hat, eröffnet Lok das Feuer auf einen der Ork Brokk’n. Das besondere bei dieser Salve ist, dass Lok nicht auf die Prognosen der Zielcogitatoren gewartet hat, sondern die zweite Salve nur wenige Sekunden nach der ersten abgefeuert hat. Normalerweise wartet ein Raumschiffschütze, wenn er mehrere Salven abfeuert, auf die Prognosen der Zielcogitatoren und die Berechnungen der damit beauftragten Taktiker um die anderen Teile der Salve auf mögliche Schwachstellen, die durch den ersten Teil der Salve entstanden sind, abfeuern zu können, um dadurch die Effektivität zu steigern. Das Lok diese Hilfe ausschlug bedeutet entweder, das er ein außergewöhnlich guter Schütze ist oder aber größenwahnsinnig. Die anderen Offiziere die bei der Bedingung der Geschütze helfen, starren gebannt auf den Monitor, um zu sehen welche Wirkung die Salve haben wird. Der erste Teil der Salve trifft den Ork Brokk’n voll. Die tonnenschweren Makrokanonengranaten lassen die Schilde des Ork Brokk’n kollabieren und schlagen ein großes Loch in seine Panzerung. Genau in dieses Loch schlägt dann der zweite Teil der Salve ein. Auf dem Monitor ist zu beobachten, wie die von Lok verschossenen Plasmabälle sich tief in den Ork Brokk’n graben. Durch die Nähe zum beschossenen Ork Brokk’n kann man einige Sekunden später, selbst mit bloßem Auge erkennen, wie der Ork Brokk’n einen kapitalen Hüllenbruch erleidet und in mehrere Teile zerbricht. Jubel brandet auf der Brücke der Zorn des Imperators auf und die Offiziere lassen Lok hochleben und gratulieren ihm zu diesem exzellenten Schuss. Lok kann sich ein kühles Lächeln nicht verkneifen. (Just as planed!)

Dieser Erfolg bleibt auch den Orks nicht verborgen, die nun die Zorn des Imperators als Hauptziel für ihr Sperrfeuer ausgemacht haben. Dank der außergewöhnlichen Fähigkeiten von Garbadock, der dem Großteil des Beschusses ausweichen kann, wird die Zorn des Imperators nur von relativ wenigen der primitiven Geschosse getroffen, die die Orks verschießen. Der restliche Beschuss wird vom Leereschild des Schiffes abgefangen. Das kombinierte Lanzenwaffenfeuer der Aegis und des Bollwerkes lassen einen weiteren Ork Brokk’n in einer gigantischen Explosion vergehen. Gant trifft auf der Brücke ein und nimmt wieder seinen Platz hinter dem Kapitänsthron ein. Gideon Darkholme scheint dies nicht bemerkt zu haben. Er benötigt immer noch seine ganze Konzentration, um seine Worte verständlich zu artikulieren. Reynolds und Gideon Darkholme beraten über die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen. Es kommt Gideon Darkholme so vor, als würde Kommandant Reynolds etwas verschweigen.

Macharius wurde mit Beruhigungsmitteln und Antibrechmitteln ruhig gestellt. Guerino Bruzzini hat sich aber nicht getraut ihn komplett in den Schlaf zu versetzen. Er hat ihn lediglich beruhigt. Als Macharius aus seinem Dämmerzustand erwacht, will er sofort auf die Brücke zurückkehren. Guerino Bruzzini rät ihm dringend davon ab. Macharius erklärt ihm, dass sie sich in einem Raumkampf und einem Krieg befinden und er später ruhen könne. Guerino Bruzzini protestiert noch einmal aufs Schärfste, aber Macharius setzt sich über diesen Protest hin weg. Macharius begibt sich in Richtung Brücke. Die beiden Ehrengardisten folgen ihm. Eine weitere von Loks Salven trifft einen Ork Brokk’n, dieser scheint für einen Moment manövrierunfähig. Nach einigen Minuten setzt er sich aber wieder in Bewegung. Eines der Systemverteidigungsschiffe sendet panische Notrufe. Die Brücke des Schiffes wurde getroffen und dekomprimiert. Das Schiff ist dadurch kampf- und manövrierunfähig. Eine weitere gewaltige Salve des Bollwerks verwandelt einen der Ork Brokk’n in einen Kampf- und Bewegungsunfähigen Felsen. Es ist zu erkennen, dass die Außenhülle an mindestens einer Stelle geborsten ist. Durch diesen Riss werden Orks und Material in die Leere geschleudert.

Macharius kommt auf der Brücke an. Ohne ein Wort zu sagen, geht er zum Taktiktisch der Brücke und informiert sich über die Fortschritte des Kampfes auf dem Planeten. Der Kampf verläuft sehr gut. Die Orks wurden an ihren Brokk’n zurückgedrängt. Lok beschießt einen weiteren Ork Brokk’n und beschädigt ihn schwer. Es sind deutliche Explosionen zu erkennen. Die Orks scheinen die Zorn des Imperators als Hauptbedrohung ausgemacht zu haben. Eine weitere Salve Sperrfeuer wird auf das Schiff abgefeuert. Aufgrund der geringen Entfernung ist es Garbadock nicht möglich dem Beschuss auszuweichen. Der Leereschild kollabiert unter der Wucht der primitiven aber zahlreichen Geschosse der Orks. Die primitiven Geschosse vermögen es aber nicht, die Panzerung des Schiffes zu durchschlagen. Sie hinterlassen lediglich tiefe Kratzer an den Panzerplatten der Zorn des Imperators. Das Bollwerk setzt seine tödlichen Waffenbatterien ein, um einen weiteren Ork Brokk’n zu vernichten. Beim Abfeuern der gewaltigen Lanzenbatterien des Bollwerkes wird die Brücke der Zorn des Imperators hell erleuchtet. Dieses helle Licht bringt Macharius dazu vom Taktiktisch auf, und aus den Fenstern der Brücke zu sehen. Es ist ein wahrhaft wundervoller Anblick wenn die Gerechtigkeit des Imperators durch mehrere Lanzenbatterien zu den Xenos gebracht wird, dachte Macharius. Noch nie in seinem Leben hatte er so ein massives Sperrfeuer gespeist aus Lanzenwaffen gesehen. Er dachte immer, dass so etwas mit Lanzenwaffen überhaupt nicht möglich sei. Dieser Planet überraschte ihn immer wieder. Er musste zugeben, er konnte sich keine bessere Repräsentation der Gerechtigkeit und Größe des Imperators vorstellen, als das Lanzensperrfeuer das er hier vor sich sah. Macharius merkt, dass allein schon das stehen am Taktiktisch ihm alles abverlangt. Er kann sich kaum auf den Beinen halten.

Lok setzt sein Feuer mit unverminderter Heftigkeit fort. Der Raum um das Bollwerk ist mittlerweile gefüllt mit Raumschiffteilen, Teilen die aus den Ork Brokk’n gebrochen sind und einer Vielzahl von unterschiedlichen Lichtblitzen und Geschossen, die auf ihr Ziel zu jagen. Die Navigation und das Beschießen von Zielen gestalten sich äußerst schwierig. Dadurch gelingt es den verbleibenden zwei Ork Brokk’n in die Atmosphäre des Planeten einzutauchen und somit außerhalb der Feuerreichweite der Verteidiger zu gelangen.

Noch während sich die überlebenden Kapitäne gegenseitig zu der gewonnenen Schlacht beglückwünschen, zerstört Kommandant Reynolds das kurzfristige Hochgefühl mit der von Gideon bereits vermuteten zurückgehaltenen Nachricht. Offenbar haben die Orks während der Schlacht eine Landeoperation auf der anderen Seite des Planeten durchgeführt. Offensichtlich waren die sechs Ork Brokk’n nur ein Ablenkungsmanöver. Wie viele Ork Brokk’n auf der anderen Seite des Planeten gelandet sind, ist noch unklar. Jedem Anwesenden ist sofort die Bedeutung dieser niederschmetternden Nachricht klar. Offenbar wurde die Stärke der Orks stark unterschätzt und ein langwieriger Bodenkampf ist nun nicht mehr zu verhindern. Auch die Raumstreitkräfte sind durch die eben beendete Schlacht geschwächt. Der längerfristige Ausfall der Bestimmung des Schicksals und der Totalverlust eines Schiffes der Systemverteidigung lassen es fraglich erscheinen ob man einem entschlossenerem Angriff der Orks standhalten könnte.

Nachdem klar ist, dass der Raumkampf vorbei ist und Macharius sichergegangen ist, dass General Dante über die neuen Entwicklungen unterrichtet wurde und einen Rückzug aller Truppen auf ihre Ausgangspositionen befohlen hat, verlässt Macharius die Brücke ohne ein Wort zu sagen. Dieses mal begleiten ihn die Ehrengardisten nicht. Während des Raumkampfes wurden vier Ork Brokk’n zerstört. Die Bestimmung des Schicksals wurde sehr schwer beschädigt und ist zur Zeit nicht einsatzbereit. Sie wurde in eines der Reparaturdocks des Bollwerkes geschleppt. Eines der Systemverteidigungsschiffe, ist aufgrund eines Brückentreffers in die Atmosphäre des Planeten eingetaucht und dort verglüht. Gideon Darkholme ordnet eine sofortige Verlegung der Entdecker auf die Planetenoberfläche an. Er will dass sich alle Entdecker in Pendragon-Manor einfinden.

Macharius geht von der Brücke aus zur Krankenstation um sich bei Guerino Bruzzini für seinen Ton zu entschuldigen. Er bittet ihn um die benötigten Medikamente, da er keine Zeit hat auf der Zorn des Imperators zu bleiben, sondern schon bald wieder auf den Planeten verlegt wird. Guerino Bruzzini ist zwar nicht glücklich darüber, sieht aber ein, dass er Macharius eh nicht davon abbringen kann. Er gibt ihm die Medikamente und rät ihm sich einmal richtig auszuschlafen. Danach geht Macharius auf sein Quartier um seine Ausrüstung zu holen. Mit dieser geht er zur Werkstatt von Uriel Jingst. (Da Gillam mal wieder „verschwunden“ ist.) Er informiert ihn darüber, dass seine Rüstung auf dem Planeten vielleicht unsachgemäß gereinigt wurde. Uriel Jingst erklärt sich bereit die Rüstung zu begutachten. Er meint das Macharius ja in der Zwischenzeit zum Omnissiah beten könne, um für sein Fehlverhalten Buße zu tun. Als Macharius ihm erklären will, dass er für die vielleicht fehlerhafte Reinigung keine Verantwortung trägt, entgegnet Uriel Jingst nur emotionslos. „Ich bin es nicht vor dem ihr euch verantworten müsst.“ Macharius verbringt die Wartezeit damit vor einem der Schreine in Uriel Jingst Werkstatt zum Omnissiah zu beten und ihn um Verzeihung zu bitten, da er seine Wacht über die Rüstung vernachlässigt hat. Die Analyse von Uriel Jingst ergibt, dass keines der Siegel entfernt oder beschädigt wurde, lediglich die Schicht der heiligen Öle, in die die Rüstung gehüllt ist, empfindet er als zu gering. Er hat diesen Mangel aber bereits behoben. Macharius bedankt sich bei ihm und macht sich auf den Weg zum Hangar.

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Spielleiter Macharius

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