Schattenarterien

Verborgen im Schatten der Knochentürme und tief unter den Villen und Palästen der herrschenden Dark Eldar, liegen die vermüllten Straßen des Schattennexus. Diese Bereiche werden Schattenarterien genannt, denn hier hält sich der Auswurf der Gesellschaft auf. Xenos und Menschen, die keinen Platz (mehr) an den Höfen der Adeligen haben. Hier können sie existieren, ohne dem konstanten Blick ihrer Herren oder dem ihrer Vollstrecker ausgeliefert zu sein. Trotzdem wäre es ein Fehler zu denken, dass die Schattenarterien weniger Bedeutung für die Stadt hätten, als die Knochentürme oder die Arenen der Schattengruben. Ein großer Teil der Informationen und Waren fließt durch die Arterien und es gibt keine Interessengruppe des Nexus, die hier nicht ihre Händler und Spione platziert hätte. Trotzdem gibt es kaum einen Ort, an dem man weiter von den Augen und Ohren des Imperiums entfernt wäre, als hier: auf den halb zerstörten Straßen einer Stadt, die von Xeno kontrolliert wird und sich in einer Falte der Realität versteckt. Deshalb lassen sich hier Xenos aller Spezies Schulter an Schulter mit Anhängern der finstren Götter finden. Für manch einen Exilanten und Verfolgten sind die Schattenarterien das, was er am ehesten Heimat nennen würde. Die Schattenarterien sind ein gesetzloser Ort, denn kaum einer der Machthaber wagt es sich dort einzumischen. Wer sich hier bewegt, tut dies auf eigene Gefahr.

Die Schattenarterien liegen unter der Oberfläche der Galeanischen Sphäre und nehmen die obersten Gänge, Kammern und Räume des künstlichen Mondes ein. Hier existiert kein Sonnen- oder Sternenlicht, sondern nur das kalte künstliche Licht einer uralten Beleuchtung, die an vielen Stellen komplett ausgefallen oder nur notdürftig repariert wurde. Als die Dark Eldar den Schattenenexus besiedelten, ließen sie sich in den Türmen und den sonstigen aus der Oberfläche der Sphäre herausragenden Strukturen nieder, ohne die unteren Ebenen, oder gar die "Straßen"schluchten zwischen den Strukturen zu beachten. Nachdem immer mehr Einwohner und Rassen im Nexus eintrafen, wurden die letztgenannten Gebiete nach und nach besiedelt und vereinnahmt. Dadurch wurde eine klare Grenze zwischen den Bewohnern der Knochentürme und den im Untergrund lebenden geschaffen. In den Jahrzehnten, die seitdem vergangen sind, breiteten sich die Schattenarterien unter der Stadt aus und wurden von verschiedenen Gangs kontrolliert. Die meisten Regionen wurden während dieser Expansion geplündert und von allem wertvollen erleichtert. Außerhalb der heute bewohnten oder genutzten Gänge und Räume sind diese jedoch mit Müll, Trümmern und Relikten einer lange vergessenen Zeit gefüllt. Zahlloses Ungeziefer, wilde Tiere und andere Gefahren lauern in dieser vergessenen Welt. Je tiefer ein Abenteurer vorzustoßen wagt, desto größer werden die möglichen Gewinne und gleichzeitig die mit Sicherheit vorhandenen Risiken.

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Ehrgeiz kennt keine Grenzen Spielleiter Spielleiter