Militaerischer Werdegang (Macharius)

Die Rhinestones wollten die Kontrolle über Opus Macharius übernehmen, dafür musste aber der einzig verbliebene rechtmäßige Erbe Macharius ausgeschaltet werden. Ein Mordanschlag kam aber nicht in Frage, da die anderen Adelshäuser des Sektors und auch die Bevölkerung von Opus Macharius dies nicht akzeptiert hätten. Die Rhinestones wollten aber eine schnelle und reibungslose Lösung, um ihre Profite nicht zu gefährden. Um seinen Tod dennoch herbeizuführen, schickten die Rhinestones Macharius zur Imperialen Armee. Sie sorgten dafür das er in einem unterdurchschnittlichen Regiment landete, bei dem die Sterberate überdurchschnittlich war. Dies war das 212. Landunter vom gleichnamigen Planeten Landunter. Die Rhinestones dachten das sich das Problem damit erledigt hätte und konzentrierten sich auf die Verwaltung von Opus Macharius, die sie kommissarisch übernommen hatten. Um es nicht zu offensichtlich zu machen, mussten sie Macharius zumindest einen Offiziersrang erkaufen.

Macharius fing also beim 212. Landunter als Leutnant an. Als Außenstehender wurde er kritisch beäugt. Erschwerend kam noch hinzu, das er bisher kaum Kampferfahrung hatte und es allgemein bekannt war, das ihm jemand mit viel Geld die Position eines Leutnants in diesem Regiment besorgt hatte. Er hatte größte Probleme sich den Respekt, der ihm unterstellten Züge zu erarbeiten. Unglücklicherweise wurde er dem VI. Infanteriezug der X. Kompanie zugeteilt. Die X. Kompanie galt allgemein als die schlechteste des ganzen 212. Landunter. Der VI. Zug bestand hauptsächlich aus Mitgliedern des Zerreißer-Klans. Vor ihrem Zwangseinzug zur Imperialen Armee waren sie alle Gerber und Fleischhändler, also nicht das Material aus dem Soldaten sind. Zu Macharius Glück gab es unter ihnen einen fähigen Krieger, er nannte sich Jarl Jaeger . Er gehörte dem Teufelskuss-Klingenklan an und war daher ein kompetenter Krieger. Macharius holte ihn in seinen Stab und macht ihn zu seinem Stellvertreter.

Gerüchten zu folge soll er auf Landunter ein hohes Mitglied der Assassinengilde gewesen sein. Er stand aber wohl einem Konkurrenten im Weg, sodass ihm ein Verbrechen angehängt wurde und er als Strafe in die Imperiale Armee verbannt wurde. Es ist nicht völlig klar um was für eine Art Verbrechen es sich dabei handelte, aber sicher ist, das diese Tat gegen die Regeln der Assasinengilde verstoßen hat. Es muss sich um einen schwerwiegenden Verstoß gehandelt haben, wenn man ihn dafür verbannt hat. Andererseits zeigt seine Verbannung auch, das er wohl noch Freunde in der Assasinengilde hatte, da solche Probleme meinst intern geregelt werden und meist mit dem Tot desjenigen enden, der gegen die Regeln verstößt. Er war ein ausgezeichneter Schwertkämpfer und Fechtmeister.

Da sie sich beide von einem Kontrahenten um ihren rechtmäßigen Platz betrogen sahen, waren sie sich sehr ähnlich. Das führte dazu, das Macharius und Jarl Jaeger Freunde wurden. Er brachte Macharius alles bei um ein guter Nahkämpfer und Anführer zu werden. Sie retteten sich mehrmals gegenseitig das Leben, was ihre Freundschaft noch festigte. Zum Zeitvertreib und als Ansporn untereinander, führten sie regelmäßig Duelle durch. Diese waren am Anfang sehr eindeutig, da Jarl ein wesentlich besserer Schwertkämpfer war als Macharius. Aber im Laufe der Zeit wurde Macharius, dank des Trainings und der Duelle, immer besser. Dies ging solange, bis er sich schließlich als beinahe ebenbürtig betrachten konnte. Es gelang ihm trotzdem nie seinen alten Freund zu besiegen, wenn es auch einige Mal sehr knapp war.

Aufgrund der Geschichte des Planeten Landunter hatten die meisten des VI. Zugs noch nie eine Feuerwaffe in der Hand. Dies erschwerte ihre Ausbildung zusätzlich. Bei seinem ersten Einsatz verlor Macharius 3 komplette Trupps. Die Verluste wurden mit neuen Rekruten des Zerreißer-Klans und anderen halb aufgeriebenen Trupps der Kompanie aufgefüllt. Die Verluste waren für Macharius absolut inakzeptabel. Er schwor sich in Zukunft noch viel größere Anstrengungen zu unternehmen, um die ihm unterstellten Soldaten am Leben zu halten.

Vor ihrem nächsten Einsatz hatte er zum Glück soviel Zeit, das er alle ihm unterstellten Soldaten so weit ausbilden konnte, das ein Großteil von ihnen am leben blieb. Ab diesem Zeitpunkt begann der steile Aufstieg von Macharius innerhalb des 212. Landunter. Bei den folgenden Einsätzen haben seine Züge immer besser gekämpft, als von den höheren Offizieren erwartet worden war.

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Leistungen, in einer Kompanie die man eigentlich als Kanonenfutter ansah, errang er die Aufmerksamkeit des Oberst Vitus Titus der die 212. kommandierte. Er erkannte Macharius außergewöhnliches Talent bei Taktik und Truppenführung, zusätzlich war er ein sehr abergläubischer Mensch und glaubte, dass es sich bei Macharius um den wieder geborenen Generalfeldmarschall Solar Macharius handeln könnte, daher entschloss er sich ihn zu fördern.

Durch diese Förderung stieg Macharius schnell zum Hauptmann der X. Kompanie auf. Er ernannte auch hier wieder seinen Freund Jarl Jaeger zu seinem Stellvertreter. Im Laufe der folgenden Jahre war er mit seiner Einheit in viele Kampfhandlungen über den gesamten Sektor verwickelt. Dabei schaffte er es, dass die X. Kompanie nicht mehr die Schande, sondern der ganze Stolz des 212. Landunter war.

Als Oberst Vitus Titus, sein Förderer und Mentor, starb, wurde Macharius sein Nachfolger. Der Oberst hatte Macharius beim Oberkommando als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Macharius kommandierte das 212. Landunter mehrere Jahre und schaffte es, das das 212. Landunter einen guten Ruf innerhalb des Militärs des Calixis-Sektors hatte. In dieser Zeit erkämpfte sich das Regiment einen Ruf vom bisherigen Kanonenfutter zu einem der Elite-Regimenter des Calixis-Sektors. Dadurch errang er die Aufmerksamkeit des Generals und Oberkommandierenden des Calixis-Sektors, Georgios Theodorus und dessen Generalleutnant Solon Leontios. Beide nahmen seine Leistungen wohlwollend zur Kenntnis. General Theodorus konnte sich darauf verlassen, das das 212. Landunter die erteilten Aufträge immer zu Ende bringen würde.

Diese Zuverlässigkeit war jedoch ein zweischneidiges Schwert. Zum einen brachte sie Macharius den Respekt von General Theodorus und seines gesamten Stabes ein, zum anderen führte sie aber auch dazu, dass das Regiment nun immer öfter und in immer verzweifelteren Situationen eingesetzt wurde.

Als sich die Geschichten von Macharius Heldentaten in den Sub-Sektoren Malfian, Drusus-Marken und Golgenna Reach verbreiteten, wurden die Rhinestones wieder auf ihn aufmerksam. Eigentlich hatten diese angenommen, Macharius wäre bereits als junger Leutnant in irgendeinem bedeutungslosen Konflikt gestorben. Um zu verhindern das Macharius zu mächtig wurde und das er ihnen vielleicht sogar die Kontrolle über Opus Macharius streitig machen könnte, mussten sie Maßnahmen ergreifen.

Da ihr ursprünglicher Plan, dass er in diesem Regiment sterben sollte, nicht aufgegangen war, versuchten sie jetzt Macharius Fähigkeiten zu nutzen. Sie riefen Macharius aus der imperialen Armee ab, in dem sie ihn erpressten. Sie stellten ihn vor die Wahl, entweder er verlässt die Imperiale Armee oder die Rhinestones würden die Bevölkerung von Opus Macharius töten lassen. Macharius erkannte nicht, das es sich hierbei nur um eine leere Drohung handelte, da die Rhinestones die Bevölkerung des Planeten brauchten. Er sah keinen anderen Ausweg als aus der Imperialen Armee auszutreten, da er ein verdienter Offizier war und das Wohlwollen von General Theodorus hatte, wurde es ihm gestattet die Imperiale Armee zu verlassen, auch wenn der General und sein Stab dies zu tiefst bedauerten. So holten die Rhinestones Macharius zurück in ihre Dienste, um zu verhindern, das er zu mächtig innerhalb der imperialen Armee wurde. Sie wollten das er für sie arbeitet und so sein Talent nutzen. Wenn er bei einem der Einsätze bedauerlicherweise sterben sollte, wäre das für die Rhinestones auch von Vorteil gewesen. So musste Macharius sich fügen und verließ das 212. Landunter. Dies hat er den Rhinestones, wie vieles anderes, nie verziehen.

Er schlug Jarl Jaeger als seinen Nachfolger vor. Er hat ihn seit dem nicht wiedergesehen.

Militaerischer Werdegang (Macharius)

Ehrgeiz kennt keine Grenzen Spielleiter Macharius