Solar “Snake“ Mordechai

Pilot und raubeiniger Revolverheld

Description:

Solar “Snake“ Mordechai ist 1.74m groß, wirkt aber durchaus trainiert. Er ist ca. Mitte 40, hat schwarzes ca. schulterlanges Haar und einen schwarzen Drei-Tage-Bart, beides Grau meliert. Seine Haut ist wettergegerbt und braun. Von seinem linken Auge zieht sich eine lange Narbe über seine Wange bis zum Hals.

Solar trägt eine graue Armaplast-Rüstung, schwarze Sporenstiefel, einen sonnengebleichten, ehemals schwarzen, sehr abgewetzten Staubmantel und einen ebenso gefärbten ledernen Hut, der oft den oberen Teil seines Gesichtes schattiert und in dessen Hutband die Kralle eines Stachelschlitzers eingearbeitet ist. Außerdem besitzt er ein schwarzes Halstuch.

An seinem vieltaschigen Gürtel trägt er seine modifizierte Boltpistole, die eine Trommel und einen Abzugshahn besitzt, sowie sein Energieschwert.

Das auffäligste an ihm ist sein linkes bionisches Auge, dass grün leuchtet und bedrohlich aufblitzt, wenn Solar es will.

Bio:

Solar Mordechais Vater, Gelmax, war Armee-Offizier der Stahllegion von Armageddon, kämpfte aufopferungsvoll für das Imperium und war ein brennender Verfechter des Glaubens. Vom einfachen Mann und Soldaten hatte er es durch Loyalität und Verlässlichkeit, gepaart mit einer guten Prise Skrupellosigkeit, ganz nach oben geschafft. Eines Tages hatte er das Kommando über ein großes Versorgungsschiff, mit dem er Schiffbruch erlitt. Die einzigen Überlebenden des Absturzes waren Gelmax und seine hoch schwangere Frau Patricia. So kam es, dass Solar Mordechai auf einer der unwirtlichsten und gefährlichsten Todeswelten der Galaxis das Licht der Welt erblickte: Auf Luther Macintyre.

Das Leben auf Macintyre hart zu nennen, wäre als würde man sagen, ein gutes Chipotle-Chili sei scharf. Tagsüber konnte man das Wrack des Schiffes wegen der heißen Sandstürme nicht verlassen. Und wenn man es verließ, dann lief man Gefahr von einem Ambull verspeist oder einem Stachelschlitzer ausgeweidet zu werden. Außerdem war das Essen streng rationiert. Zwar war das Schiff randvoll mit Trockennahrung und Wasser, doch würde das nicht ewig reichen.

Deshalb lernte Solar, sobald er konnte, nicht nur Lesen, Schreiben und Geschichte, Fliegen und Fahren (in der Theorie), sondern vor allem Schießen und Jagen. So erstritten er und sein Dad sich auf ihren nächtlichen Streifzügen einen Platz in der oberen Hälfte der Nahrungskette des Planeten.

Eines Nachts kurz vor seinem siebzehnten Geburtstag hatten Solar und sein Vater Glück. Sie fanden einen wer weiß wie lange verlassenen Außenposten des Imperiums und mit ihm nötige Ersatzteile für eine Wiederinstandsetzung des Raumschiffs bei Verringerung seiner Größe. Monatelang schlug sich Solar nun zwischen seinem Zuhause und der Ruine allein hin und her um für seinen Tag und Nacht arbeitenden Vater die Teile zu holen. Manchen Kampf im Sand der Wüste überlebte er nur knapp.

An dem Tag an dem es endlich soweit sein sollte, an dem sie endlich verschwinden konnten geschah es. Orks. Warum sie dort waren und was sie wollten erfuhr er nie. Aber er sah aus der Sicherheit des Schiffes wie sie seine Mutter aufschlitzen. Sein Vater kämpfte tapfer, doch auch er wurde getötet. Als Solar schließlich rannte um sie zu rächen, lachten sie nur. In ihren Gesichtern las Solar Anerkennung für die Stärke seines Vaters und Desinteresse an ihm selbst, dem schwachen und unbedeutenden Sohn. Sie ließen ihn mitsamt des Rumpelhaufens von Raumschiff laufen. Doch sie ließen ihm auch ein Andenken: Der offensichtliche Anführer stach ihm das linke Auge aus und zerschnitt ihm die Wange. Das letzte was es sah bevor Solar ohnmächtig wurde, war die hässliche, halb metallene deformierte Visage des Anführers der Orks. Ein Gesicht das Solar nie vergessen würde.

Solar erholte sich, beerdigte seine Eltern, nahm sich das bionische Auge, die Waffen und die Pokerkarten seines Vaters und verließ den Planeten. Die Lehren seines Dads zeigten Wirkung. Er war ein passabler Pilot. Binnen eines Jahres kam er auf einen fast ebenso unwirtlichen Planeten, auf dem es aber immerhin Menschen gab: Tallarn.

Anfangs kam Mordechai nicht zurecht. Die Anwesenheit von Fremden war er nicht gewohnt, den Umgang mit Menschen hatte er nie gelernt. Doch Solar Mordechai war clever. Er wartete ab und beobachtete. Er beobachtete so lange, bis er verstand wie die Gesellschaft auf Tallarn funktionierte. Und dann begann er die richtigen Leute zu meiden und mit den wichtigen Leuten gute Beziehungen zu pflegen. Angefangen mit kleinen Botengängen erarbeitete er sich im Laufe von Jahren ein kleines Schmuggler-Syndikat. Er war bald schon einer der ausgezeichnetsten Piloten von Tallarn. Er war einer der besten. Keiner zog schneller als Solar Mordechai, keiner war skrupelloser wenn es um Profit ging, keiner war giftiger, leichter zu verärgern, wenn er das Gefühl hatte über den Tisch gezogen zu werden. Aus dieser Zeit stammt sein Spitzname: Snake.

Snakes Methode war und ist das Pokerspiel. Wann immer er jemanden kennenlernen will, wirklich kennenlernen, legt er die Pokerkarten seines Dads auf den Tisch und spielt mit ihm eine Runde Texas Hold ’Em. So manch ein potentieller Geschäftspartner hat dabei bereits eine Kugel in den Kopf bekommen.

Snake beschränkte sich aber nie auf sein kleines Geschäft mit der Schmuggelei. Er erwarb sich bald einen Ruf als skrupelloser Söldner, wenn es um Orks ging. Seit den Erlebnissen auf Macintyre hasste er sie abgrundtief. Wann immer sich die Gelegenheit bot ihre Zahl zu dezimieren, stand Solar Mordechai an vorderster Front. Und ein lukrativer Nebenverdienst war das allemal. Und stets hoffte er, den Deformierten zu finden.

So kam er schließlich in die Koronus-Weite. Als er hörte, dass der Defomierte Ork in der Weite gesichtet wurde, übergab er sein Geschäft seinem Stellvertreter Amadeus Modrak und heuerte auf dem Schiff eines Freihändlers an, dessen Rekruteure auf Tallarn unterwegs waren. Das kam gerade zum rechten Zeitpunkz. Der Adeptus Arbites war auf sein Tun aufmerksam geworden. Diese Leute konnte man nicht schmieren. Man musste versuchen ihnen zu entkommen.

Auch hier beobachtete er wieder. Und verstand schnell. Als einfacher Pilot in den unteren Rängen und Decks hattest du, wenn du es gut anstelltest, Narrenfreiheit. Er hatte bald Freunde, geschäftlich wie privat. Und seine eigenen Geschäfte konnte er als geschickter Pilot auch noch machen.

Die nächsten Jahre lebte er gut. Besser noch als auf Tallarn. Doch dann ging alles vor die Hunde. Eine Seuche suchte das Schiff heim. Keiner wusste was es war oder woher es kam. Doch es verbreitete sich schnell. Binnen einer Woche spuckten die unteren Decks Blut und Galle, er selbst bekam es auch, blieb aber der einzige Überlebende. Nur eine rauhe Stimme behielt er zurück. Ein kleiner Preis. All seine Freunde starben.

Schnell begann der Kapitän mit Quarantäne-Vorschriten. Als das nichts half begannen die Massenerschießungen von Infizierten. Als dann die Meuterei losbrach, waren schon zwei Drittel der Besatzung infiziert oder tot. Als der neue Kapitän auch nichts tun könnte, folgten die zweite, die dritte, die vierte Meuterei. Anarchie.

Solar Mordechai gehörte zu den letzten Überlebenden. Er verschwand vom Schiff und suchte sich auf einem netten Planeten eine nette Bar um sich mit dem bissigsten Fusel zu ersaufen. Doch als er merkte, dass das nichts half hatte er bereits ein Alkoholproblem. Aber er begriff auch, dass das Leben weitergehen musste.

Also heuerte er ein zweites Mal auf einem Freihändler-Schiff an. Dieses mal auf der Zorn des Imperators. Und er begann wieder zu fliegen, zu pokern, zu trinken und zu beobachten. Es lebte sich passabel als kleines Licht. Alsbald wurde er “entdeckt” und als Meister der Leere und Leiter aller Flugoperationen eingestellt. Seinen alten Freund Amadeus Modrak holte er nach und verschaffte ihm den Posten als sein Stellvertreter.

Mittlerweile ist Solar bereits einige Zeit der Meister der Leere auf der Zorn des Imperators. Er genießt sein neues Leben als Freibeuter und die abenteuerlichen Reisen, die das mit sich bringt. Zuletzt allerdings war er mit den anderen Offizieren in den Sklavengruben des Schattennexus eingesperrt. Solar, der Zeit seines Lebens ein freier Mann war und den Befehlston ungewohnt findet, brauchte länger als die anderen Offiziere um mit dieser Situation umgehen zu lernen. So war er aufgrund seines losen Mundwerks oft das Ziel von Angriffen durch die Dark Eldar, sowohl verbaler als auch physischer Natur. Dies hinterließ einen dauerhaften Eindruck bei ihm. Er wird Dark Eldar in Zukunft mit deutlich mehr Zurückhaltung, vielleicht gar offener Abneigung begegnen.

Ehre erkämpfen konnte er sich in der Arena aber doch ein wenig, als er ein tödliches Rennen mit Jet-Bikes für sich entscheiden konnte. Nun ist er Teil des Aufstandes, die dekadenten Dark Eldar des Nexus zu stürzen. Er riecht bereits wieder die freie Luft, einem guten Whisky und eine Stechapfel-Zigarette.

Solar “Snake“ Mordechai

Ehrgeiz kennt keine Grenzen Spielleiter Captain_Paranoid